Winterzeit: Was die Zeitumstellung mit unserem Körper macht
Die Uhr ist in einer Minute umgestellt – unsere innere Uhr braucht etwas länger.
Mit der Umstellung auf die Winterzeit werden die Tage gefühlt noch einmal deutlich kürzer. Morgens wird es zwar früher hell, dafür beginnt die Dunkelheit am Nachmittag entsprechend früher. Für unseren Körper ist das mehr als nur eine Veränderung auf dem Zifferblatt.
Denn unser Schlaf, unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden werden wesentlich von unserer inneren Uhr, dem sogenannten zirkadianen Rhythmus, beeinflusst.
Unsere innere Uhr orientiert sich am Licht
Einer der wichtigsten Taktgeber für unseren Körper ist das Tageslicht. Über die Augen erhält unser Gehirn Informationen darüber, ob es Tag oder Nacht ist. Diese Signale beeinflussen unter anderem die Ausschüttung von Hormonen wie Melatonin und Cortisol und damit unseren Schlaf-Wach-Rhythmus.
Verändern sich plötzlich Uhrzeit, Lichtverhältnisse und unsere gewohnten Tagesabläufe, muss sich auch unser Körper neu orientieren.
Die Folge: Manche Menschen fühlen sich nach der Zeitumstellung für einige Tage müder, weniger konzentriert oder schlicht nicht ganz so leistungsfähig wie gewohnt.
Das ist kein Grund, das Training ausfallen zu lassen – im Gegenteil. Bewegung kann gerade jetzt besonders guttun.
Bewegung hilft, im Rhythmus zu bleiben
Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt nicht nur Muskeln, Herz und Kreislauf. Sie kann auch dabei helfen, einen stabilen Tagesrhythmus beizubehalten.
Wer sich bewegt, setzt seinem Körper klare Aktivitätssignale. Gleichzeitig kann regelmäßiges Training die Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden positiv beeinflussen.
Gerade in Herbst und Winter ist das wichtig. Denn mit weniger Tageslicht verbringen wir häufig automatisch mehr Zeit drinnen und bewegen uns weniger als in den Sommermonaten.
Unser Tipp: Nicht erst auf Motivation warten, sondern Bewegung bewusst in den Tagesablauf einplanen.
Tageslicht nutzen – am besten in Kombination mit Bewegung
Auch wenn der Himmel grau ist: Tageslicht ist deutlich intensiver als die normale Beleuchtung in Innenräumen.
Deshalb lohnt es sich, gerade in der dunkleren Jahreszeit regelmäßig nach draußen zu gehen – idealerweise am Vormittag oder rund um die Mittagszeit.
Ein Spaziergang, der Weg zum Einkaufen zu Fuß oder eine kleine Runde an der frischen Luft können bereits helfen, dem Körper ein klares „Tag-Signal“ zu geben.
Und natürlich darf danach trainiert werden.
Drei Dinge, die deinem Körper die Umstellung erleichtern
1. Möglichst viel Tageslicht tanken
Nutze insbesondere die hellen Stunden am Vormittag und Mittag.
2. In Training bleiben
Regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining bringt den Kreislauf in Schwung und hilft dabei, auch in der dunkleren Jahreszeit aktiv zu bleiben.
3. Einen regelmäßigen Schlafrhythmus beibehalten
Versuche, möglichst zu ähnlichen Zeiten schlafen zu gehen und aufzustehen. So bekommt deine innere Uhr Orientierung.
Fit durch die Winterzeit
Die dunklere Jahreszeit muss keine Zeit für den körperlichen „Winterschlaf“ sein. Im Gegenteil: Sie ist ein guter Zeitpunkt, feste Routinen zu entwickeln und dem eigenen Körper regelmäßig etwas Gutes zu tun.
Dabei geht es nicht darum, jeden Tag Höchstleistungen zu erbringen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit.
Ein Training, das zu deinem aktuellen Leistungsstand passt, stärkt nicht nur Muskeln und Kreislauf – es schafft auch Struktur im Alltag und sorgt dafür, dass Bewegung selbstverständlicher Bestandteil der Woche bleibt.
Bleib aktiv. Bleib im Rhythmus.
Wir unterstützen dich im Rückgrat Endingen dabei, dein Training sinnvoll und individuell zu gestalten – damit du gesund, aktiv und mit Energie durch Herbst und Winter kommst.
Du hast noch Fragen? Vereinbare einfach einen Termin mit deinem TrainerIn!
by Sybille Plüddemann
